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Berliner Liste Kunst

Berliner Liste feiert 10jähriges Jubiläum! Was steckt dahinter?

Eine künstlerische Entdeckungsreise durch die Weiten des ehemaligen Kraftwerkes Mitte, kann man derzeit bei der innovativen Entdecker-Messe Berliner Liste machen. Diese findet im Rahmen der Berlin Art Week statt.

Ich wurde durch einen guten Bekannten und Künstler auf die Berliner Liste aufmerksam, da er bei dieser Messe als Aussteller teilnehmen wollte. Ich hatte zuvor noch nicht davon gehört. Also ließ ich mich einfach überraschen und besuchte ihn im alten Kraftwerk Mitte.

Ich kenne das Gebäude bereits von meinen nächtlichen Besuchen im Tresor, welcher sich im gleichen Gebäude befindet. Von dort aus konnte man durch eine Scheibe in den jetzigen Ausstellungsraum schauen. Jedoch wurde dieser sonst leere Betonkasten von den Machern der Berliner Liste ordentlich aufgepimpt. Beim Betreten und Umsehen war ich überrascht von der Vielzahl der Stände. Auf drei Ebenen stellten Künstler ihre Werke aus und nichts ließ die kahle Halle erahnen.

Nun interessierte mich zuerst die Kunst von Manè Wunderlich, welcher mich darauf brachte vorbeizuschauen. Schon von Weiten strahlte mich seine große Skulptur an. Die grün-gelbe Neonfarbe wirkte als Magnet für die Augen. Bisher kannte ich seine Interpretation eines neuen Berliner Wahrzeichens nur in kleiner Form. Das 3,30 m hohe Kunstwerk trägt den Name „monumentalWunderlich“. Weitere Werke von ihm sah ich mir auf der Ausstellungsfläche von Schmelter Juwelen + Galerie (Beate Köppel) an, welche mit Manè zusammenarbeitet und ihn in jeder Hinsicht unterstützt.

Weiter ging die Entdeckungsreise durch die Weiten der Halle. Ich fragte mich nun, was ist eigentlich diese Berliner Liste? Kann man sich da einfach draufschreiben und was für einen Zweck verfolgt dies dann. Ist diese Liste nur für Berliner Künstler gedacht und was steckt hinter dieser Idee?

Als erstes bemerkte ich, dass sich nicht nur Berliner Künstler unter den Ausstellern tummelten. Auf Nachfrage bekam ich die Information, dass sich auf den über 2.500 Quadratmetern 131 Galerien, Projekträume und Künstler aus 30 Ländern präsentieren. Damit wäre schon mal die Berlinfrage geklärt.

Seit 10 Jahren gibt es nun schon die Berliner Liste. Zu diesem Jubiläum gratuliere ich natürlich.

Nun zum Thema einfach draufschreiben. Auf der Website der Berliner Liste kann man sich nunmehr für das Jahr 2014 anmelden. Preise für die Präsentationsräume konnte ich dort auch finden.

Was ist nun der Zweck des Ganzen? Ziel ist es, Werke aufstrebender Künstler zu zeigen, die diese zu (noch) gemäßigten Preisen anbieten, aber morgen vielleicht schon zu den Stars der Szene zählen werden. Das Spektrum reicht von zeitgenössischer Malerei, Skulpturen, Zeichnung und Grafik bis hin zur Installation, Video-Kunst und Performance. Und seit diesem Jahr nun auch Fotografie, welcher eine eigene Photography Section gewidmet ist.

Aber wer entscheidet nun, wer hier ausstellen darf und warum?

Dafür ist in diesem Jahr der Kurator Dr. Peter Funken zuständig, der die Messe mit seiner Expertise unterstützt und für eine hohe Qualität sorgt.

Damit habe ich zumindest meine Fragen beantwortet und widme mich nun wieder der Kunst und den netten Gesprächen mit den Künstlern.

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Kraftwerk Berlin: Home

Das ehemalige Berliner Heizkraftwerk Mitte wurde von Dimitri Hegemann entdeckt und aufwändig ausgebaut. Heute ist es ein einzigartiger Raum für besondere Ausstellungen und Veranstaltungen.

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