Brunsbüttel - eine Stadt an der Westküste Schleswig-Holsteins, circa 13.000 Einwohner, jährlicher Austragungsort des Schleswig-Holstein-Musik-Festivals, bekannt für seine Wattolympiade sowie als Standort des Brunsbüttler Atomkraftwerkes. Eine Stadt der Kontroverse. Auf der einen Seite touristischer Anziehungspunkt für Jung und Alt, auf der anderen Seite das stark umstrittene Atomkraftwerk.
13% der weltweiten Stromversorgung werden heutzutage mittels 210 Kernkraftwerke abgedeckt. Durch die andauernden Diskussionen über die verschiedenen Möglichkeiten zur Eindämmung des Klimawandels und der globalen Erwärmung, wird auch der Einsatz von Atomenergie wiedermal stark debattiert.
Die Vor- und Nachteile liegen praktisch offen auf der Hand.
Eine CO2-arme Stromproduktion ist eine der wenigen (aber am bedeutesten) Vorteile der Kernkraftenergie. Die grossen Leistungen, die durch die bereits vorhandenen Technologien erzeugt werden, tragen außerdem zu bei.
Dem steht ein ungelöstes Abfallproblem, ein Unfallrisiko mit verheerenden Folgen und Uran als knappe Ressource gegenüber.
Bundesweite Demonstrationen (zuletzt im September/2010 u.a. in Berlin) sollen dazu beitragen, dass diese tickenden Zeitbomben geschlossen werden. Der Nutzenfaktor ist einfach zu gering.
NUR 13% der weltweiten Stromversorgung werden aus Atomkraft erzeugt. Hierbei darf nicht vergessen werden, dass die Atomabfälle sehr gefährlich sind und somit irgendwo im tiefen Erdreich über mehrere hunderttausend Jahre gehütet werden müssen. Die Bewohner in sogenannten "Atom-Regionen" sind durch etwaige Strahlungen und Unfälle sowie Pannen dauerhaft einem unkalkulierbaren Risiko ausgesetzt.
Seit dem tragischen Unfall in Tschernobyl gab es 22 weitere Unfälle/Pannen in Atomkraftwerken weltweit, wobei bei 15 Unfällen radioaktive Masse ausgetreten ist. Die Folgen sind verheerend, was wir leider anhand der Katastrophe in Tschernobyl schon erfahren mussten.
Letztendlich werden wir den Kampf jedoch gewinnen, denn man darf nicht vergessen, dass Uran auch nur eine begrenzte Ressource ist. Uran wird als Energiequelle in Atomanlagen eingesetzt. Je nach Nachfrage wird der Uran-Vorrat nur noch für etwa 30 bis 60 Jahre reichen. Fakt ist leider auch, dass wir derzeitig diese Art der Energiegewinnung für unser aller Leben benötigen. Auch wenn eine 13% ige Beteiligung an der weltweiten Stromversorgung nicht viel erscheint, ist es für uns jedoch von großer Bedeutung. Würde uns diese Energiequelle schlagartig ohne einen Energieersatz entzogen werden, wären ganze Städte ohne Strom und alles "Leben" wäre nahezu unmöglich.
[um es einmal zu verdeutlichen: 2000 € Lohn, 13% ige Gehaltskürzung -> fehlen monatlich 260€ für den Lebensunterhalt]!
Fakt ist jedoch, dass durch neue Energien, die durch unbegrenzte Ressourcen wie Wind, Wasser oder Solarstrahlen geschaffen werden, das hohe Risiko, dass durch die Kernenergie besteht, dauerhaft ausgeschaltet werden kann. Allein deshalb lohnt es sich für die Schließung des Atomkraftwerkes in Brunsbüttel aktiv zu werden! So auch Mitte September 2010 in Berlin...



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