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Leipzig

FOCKEBERG – LEIPZIG – SÜDVORSTADT

Benannt, nach der angrenzenden Straße, die den Namen des Kaufmanns August Adolf Focke trägt, thront geradezu majestätisch über den Dächern der Stadt Leipzig der Fockeberg.

Obgleich als Schutt und Trümmerhalde entstanden, also ursprünglich nicht sonderlich attrakiv, kommt einem das Motto in den Sinn „wer den Fockeberg nicht kennt, hat Leipzig verpennt. Denn es ist äußerst lohnend ihn zu besteigen, wenngleich wilde Pfade einem einiges an Kondition abverlangen.

Schon am Fuße des Berges, wo Skulpturen der Bildhauer J. und R. Streege placiert sind, beeindruckt mich wie wunderbar es hier gelungen ist, Natur und Park miteinander so zu verschmelzen, dass sich der Besucher, selbst noch auf den Hauptwegen, wie in einen Urwald versetzt fühlt.

Mag sein, dass dies manchem als zu wildwüchsig erscheint, doch genau das ist es, was mir diesen Berg so attraktiv erscheinen lässt. Bewusst wähle ich beim Aufstieg zum „Gipfel“ nicht den Hauptweg, sondern einen der unzähligen Nebenpfade.

Teilweise kletternd, vorbei an felsartigen Steinen sowie kleinen Schluchten, arbeite ich mich auf einem immer schmaler werdenden Weg, durch den „Dschungel“. Schritt für Schritt achte ich sehr genau auf den vom Laub bedeckten Boden um jedes ausrutschen zu vermeiden, denn es geht steil hinauf und auch steil hinab.

Nach ungefähr zehn Minuten erreiche ich den „Gipfel“ des Berges und werde sogleich von einer der Skulpturen begrüßt, die hier ihren Ausstellungsort gefunden haben. Überrascht, von der Größe der Freifläche die sich mir bietet, wende ich, noch leicht erschöpft doch voller Neugier, den Blick in Richtung Leipziger Zentrum und erlebe sehenswerte Bilder einer pulsierenden Stadt.

Das Oberlandesgericht und das Rathaus, die Silhouette der Oper und einen Ausschnitt vom Zoo, ebenso den Uni-Turm und die Peterskirche und nicht zu vergessen, das imposante Völkerschlachtdenkmal.

Die Zeit vergessend schaue ich noch lange hinunter und entdecke noch viele weitere Sehenswürdigkeiten. Ein Ort zum verweilen, zum genießen und zum träumen.

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